nach einem Theaterstück von Bernhard Lange (†)

 

Inszenierung: Barbara Weide

Regie: Kristof Kunth

Vor vielen Hunderten von Jahren, als der Harz noch sehr dünn besiedelt war und die hier lebenden Menschen täglich um ihr Stück Brot bangen mussten, lebte im wunderschönem Bodetal auch ein Bergmann Namens Friedrich Baumann. Das Gebiet, in welchem er, seine Familie und seine Freunde wohnten nannte man das rauhe Land. Armut und Elend waren im Harz durch mangelnde Erwerbsmöglichkeiten keine Seltenheit. Doch im rauhen Lande starben die Eisenerzgruben und die Bergleute wussten nicht mehr ein noch aus. Bis im Jahre 1536 der Rübeländer Bergmann Baumann einen mutigen und äußerst riskanten Schritt wagte..

 

Es graut der Morgen. Zwerge kommen aus dem Tal von ihrem nächtlichen Hilfswerk bei den armen Bergmannsfamilien zurück. Sie tragen Körbe am Arm oder auf dem Rücken, einige schieben eine kleine Karre vor sich her. Sie tuscheln sich etwas zu über ihre Arbeit und ihre Beobachtungen in der letzten Nacht.

Die beiden Zwerge Heinzel und Wichtel sind ganz besonders von der Armut und dem Elend im rauhen Lande betroffen. Denn trotz der nächtlichen Hilfe des Vater Berggeist will die Not kein Ende nehmen. Dennoch sind die beiden von der Liebe der Bewohner zu ihrer Heimat tief berührt.

Als in der Ferne die Morgenglocken läuten ziehen sich die Zwerge zurück ins tiefe innere der Harzer Berge.

Aus dem Dorf kommen die Waldarbeiter mit den Kulturfrauen singend gezogen. Sie legen ihre Essenskörbe und Säcke ab und gehen dann an ihre Arbeitsstellen. Nur der Koch der Waldarbeiter bleibt am Rastplatz zurück und bereitet das Frühstück vor. Während er bei seiner Arbeit laut vor sich hin sinnt, bemerkt er plötzlich ein Geräusch im Gebüsch. Es ist Andreas ein Hirte und guter Freund von Christian dem Koch. Auch ihr Gespräch ist bestimmt von den Sorgen und Nöten der Bevölkerung, insbesondere der der Bergleute.

Beim späteren Frühstück berichtet der Holzhauer Rudolph, dass der Bergmann Baumann in ein sagenumwobenes Loch, wo Geister und böse Elfen hausen sollen, steigen will um nach Erzen zu suchen und so dem rauhen Land helfen will.
Da kommen dann auch schon die Bergleute von ihrer Schicht. Und Christian ruft Friedrich Baumann heran und bittet ihn, von seinem Vorhaben zu erzählen.
Baumann berichtet von dem was er vor hat und von dem, vor was ihm seine Kumpels gewarnt haben. Doch er ist voller Mutes und am nächsten Morgen steht er vor dem geheimnisvollen Loch. Er schaut sich um zu seiner Heimat, seinem Haus und seiner dort lebenden Familie, wünscht sich Glück und fährt ein.
Bei seiner Suche nach Erzen wird Baumann vom Zwerg Flock entdeckt. Der ruft die anderen Zwerge und diese wecken den schlafenden Vater Berggeist auf. Dieser zeigt sich entzürnt darüber, wie ein Mensch es wagen kann in sein Reich einzudringen.
 
Doch wie es weiter geht? Erleben Sie es selbst bei einer Aufführung im Goethesaal der Baumannshöhle zu Rübeland.